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Eindeutiger Handlungsauftrag für InduS


Über 1000 Menschen mit Behinderung antworten auf emslandweite Befragung

 

Das vom Kreissportbund Emsland (KSB) und den drei großen Einrichtungen der Behindertenhilfe, dem Christophorus-Werk Lingen, St.-Vitus-Werk Meppen und dem St. Lukas-Heim Papenburg im September gestartete Projekt InduS – Inklusion durch Sport im Emsland hat durch die Ergebnisse der Bedarfserhebung ein eindeutiges Mandat zur Umsetzung erhalten.

Die beiden InduS-Projektleiter, Frank Eichholt (Christophorus-Werk) und Hermann Plagge (Kreissportbund Emsland) haben die Befragungsergebnisse ausgewertet. Aus der momentan laufenden Analyse werden dann die Handlungs- und Aufgabenfelder abgeleitet. Sowohl für das gesamte Emsland als auch für die Regionen EL-Süd (Raum Lingen), EL- Mitte (Raum Meppen) und EL-Nord (Raum Papenburg) liegen die Daten vor. „Emslandweit haben über 1000 Menschen mit Behinderung geantwortet und ihre Wünsche und Bedarfe im Bereich Sport deutlich formuliert“, so Hermann Plagge. „Die hohe Rücklaufquote von knapp 30 % zeigt, dass im Sinne der Partizipation von Menschen mit Behinderung auch hier der richtige Weg eingeschlagen wurde“, ergänzt Frank Eichholt. Plagge wie auch Eichholt sind beeindruckt und sprechen von einer bemerkenswerten Resonanz. Dieses Votum bestätigt den eindeutigen Handlungsauftrag für InduS. Knapp 90 % der Befragten äußerten den Wunsch, dass die Sportvereine sich dem Thema Inklusion öffnen. Nicht nur der Wunsch nach entsprechenden Sportangeboten ist außergewöhnlich ausgeprägt (74,8 %) auch würden die Menschen mit Behinderung solche Angebote in hohem Grade sofort oder später nutzen (80,1 %).

Im Zuge der Analyse zeigen sich schon jetzt konkrete Ansätze, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in den emsländischen Sportvereinen zu ermöglichen. Bereits bestehende Strukturen und Aktivitäten sollen in diesem Sinne unterstützt und Netzwerke ausgebaut werden. „Aber es braucht Zeit sowie die Mithilfe und Bereitschaft aller Beteiligten, diese Dinge nachhaltig auf den Weg zu bringen“, weiß Frank Eichholt, der in diesem Zusammenhang mit dem Projekt LinaS bereits viel Erfahrung gesammelt hat.
Im nächsten Schritt sind Informationsveranstaltungen vor Ort in Lingen, Meppen und Papenburg vorgesehen. „Aus unserer Sicht ist es wichtig und für eine erfolgreiche Umsetzung zwingend notwendig, alle direkt Beteiligten und Interessierten – wie Sportvereine, Übungsleiter, Eltern, Mitarbeiter der Einrichtungen und natürlich die Menschen mit Behinderung – für das Thema Inklusion durch Sport zu gewinnen“, führt Hermann Plagge aus. Die Veranstaltungstermine sind Anfang des Jahres vorgesehen und werden frühzeitig über die Presse und auf der InduS-Homepage (www.Indus-Emsland.de) veröffentlicht.

Unter dem Motto "Inklusion – Wege, Chancen und Grenzen" sollen neben der Projekterläuterung und den Ergebnissen der Befragung auch aktuelle Beispiele von bereits erfolgreich gelebter Inklusion in emsländischen Sportvereinen vorgestellt werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Information für Sportvereine. Wie öffnet man sich als Verein dem Thema Inklusion und welche Vorteile kann es bringen? Dabei ist die Qualifizierung bestehender Fachübungsleiter und die Gewinnung interessierter Neueinsteiger für eine Umsetzung von besonderer Bedeutung. In Zusammenarbeit mit den Sportverbänden auf Bundes- und Landesebene werden für das Frühjahr 2014 spezielle Ausbildungsbausteine für Fachübungsleiter und die, die es werden wollen, entwickelt, um eine Qualifizierung im Sinne des Projektes zu ermöglichen. Wer sich für eine solche Aus- und Fortbildung interessiert, kann sich jetzt schon beim InduS-Projektteam melden. Kontaktaufnahme ist telefonisch unter 05952/940106 oder per E-Mail (This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) möglich.

Kreissportbund Emsland e.V.
Projekt InduS
Schlaunallee 11 a
49751 Sögel
Tel.: 05952-940106
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

 

 

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